Prag wird auch liebevoll die goldene Stadt an der Moldau genannt und kann ihre Besucher mit einer Vielzahl von Gesichtern überraschen. Das konnte ich selbst schon erleben und genauso Freunde und Bekannte entdeckten immer wieder neue Seiten von der tschechischen Hauptstadt, die mir bis dahin noch unbekannt waren. Prag unterteilt sich in vier historische Stadtteile, wovon jeder seinen eigenen Charme besitzt. Die Freunde der Architektur werden in der tschechischen Hauptstadt mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen, denn hier kann man eine imposante Vielfalt des Kubismus und Jugendstils entdecken. Aber auch die Liebhaber von Gotik und Barock werden in Prag nicht enttäuscht werden.
Die historischen Stadtteile Burgstadt und Kleinseite
Hradschin ist der Prager Stadtteil, der oftmals mit dem berühmtesten Wahrzeichen gleichgesetzt wird, der Prager Burg. Allerdings ist Hradschin der Name der Burgvorstadt, die bereits im Jahre 1320 errichtet wurde. Hier finden sich romantische Gassen, Winkel und Ecken, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten bieten. Das Goldene Gässchen zieht die Urlauber förmlich an, welches sich auf dem Areal der bekannten Burg befindet. Ebenfalls ist das Kloster Strahov eine der Sehenswürdigkeiten dieses historischen Stadtteils, genauso wie der Sankt Veits-Dom.
Unterhalb der Prager Burg befindet sich der Stadtteil Kleinseite, wo man das Zeitalter des Barocks entdecken kann. Als einzigartige Sehenswürdigkeiten sind hierbei die Nerudagasse, die Sankt-Nikolai-Kirche und das Palais Lobkowicz zu nennen. Dieses Palais ist genauso wie die Kirche ein Bauwerk des Prager Hochbarocks.
Die Neustadt und die Altstadt mit Josefstadt
Die Prager Neustadt ist absolut kein neuer Stadtteil, sondern wurde von Kaiser Karl IV bereits im Jahr 1348 gegründet. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in diesem Stadtteil ist der Wenzelsplatz, der sich direkt im Herzen der Neustadt befindet. Mit einer Breite von 60 Metern und einer Länge von 750 Metern gehört der Wenzelsplatz zu den größten seiner Art in ganz Europa. Ebenfalls befindet sich das bekannte Nationalmuseum am Ende des Platzes, welches einen Besuch wert ist. Außerdem befindet sich das Tanzende Haus / Ginger und Fred in der Prager Neustadt.
Der älteste Stadtteil ist die Prager Altstadt, die besonders durch die vielen kleinen verwinkelten Gassen und historischen Bauwerke geprägt ist. Zum Welterbe der UNESCO wurde die Prager Altstadt 1992 ernannt. Zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten zählen hier die Karlsbrücke, die Teynkirche, das Altstädter Rathaus und die astronomische Uhr sowie der Altstädter Ring. In der Josefstadt zählen im jüdischen Viertel das jüdische Museum und der jüdische Friedhof zu den Sehenswürdigkeiten.